Eine kurze Geschichte des Mosaiks

Die bislang ältesten Mosaike fand man in Mesopotamien, datiert auf 3000 bis 2500 v. Ch. Es handelt sich bei diesen nicht um Boden- oder Wandverzierungen, sondern um mit Mosaiksteinen verzierte Säulen aus Holz. Ebenfalls schon sehr früh wurden Mosaiksteine auch in Wandfriesen von Gebäuden und zur Verzierung von Schmuckschattullen verwendet.

Beliebt waren Mosaike bei den Griechen und Römern. Sie setzten nach Farben sortierte Natursteine als Bodenbelag ein. Die Römer bevorzugten Darstellungen von Göttern, Menschen und Tieren. In der frühchristlich-byzanntinischen Zeit wurden zu nehmend Heilige als Motiv verwendet. Zentrum dieser Zeit war die Stadt Ravenna, wo viele beeindruckende Mosaike in Kirchen und Mausoleen zu besichtigen sind.

Im vierzehnten Jahrhundert wurde das Mosaik mehr und mehr von der Malerei und der Bildhauerei verdrängt, doch es erlebte in der Folge immer wieder neue Belebung und Blütezeiten, etwa durch die Medici oder durch den Bau des Petersdoms in Rom.

In jüngerer Vergangenheit bedienten sich bedeutende Künstler wie Chagall, Klimt oder Sigueiros des Mosaiks. Ende des letzten Jahrhunderts verlieh ihm die Architektur neue Bedeutung. Das Mosaik ist seither fester Bestandteil der Fassaden und Innenräume vieler moderner Bauten.